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CJD aktuell

 

Gewalt,
sexuelle Belästigung und sexueller Missbrauch haben im CJD keinen Platz


Stellungnahme des
CJD Vorstands

EU-Projekt „DiverseCity :

Gesellschaftliche Diversität in der Stadtentwicklung: Perspektiven für die Zukunft“

Das in Kooperation mit der Stadt Versmold laufende, auf drei Jahre ausgelegte, CJD-Projekt DiverseCity: Gesellschaftliche Diversität in der Stadtentwicklung - Perspektiven für die Zukunft setzt sich zum Ziel, einen kommunalen Prozess zu initiieren, der die Einbindung kultureller Vielfalt als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe und als Chance für eine zukunftsgerichtete Stadtentwicklung begreift.

Das Projekt hat eine dreijährige Laufzeit vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2011 und wird durch das Bundesamt für Migration (BAMF) aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds (EIF) kofinanziert. Es wird bundesländerübergreifend von sechs CJD-Einrichtungen in Klein- und Mittelstädten umgesetzt.

 

Anregungen und Vorschläge zum Projekt können an die Projektmitarbeiterin Frau Cornelia Schönbrodt-Leßmann gerichtet werden:

Cornelia Schönbrodt-Leßmann

Rathaus Versmold

Münsterstraße 16

33775 Versmold

fon 05423 954-167

fax 05423 954-116

mobil 0178-9305987

cornelia.schoenbrodt@cjd-versmold.com

Link: Regionalflyer

Link. Bundesflyer

 

 

DIVERSE CITY: GESELLSCHAFTLICHE DIVERSITÄT IN DER STADTENTWICKLUNG – PERSPEKTIVEN FÜR DIE ZUKUNFT

Die Integration von Drittstaatsangehörigen ist ein fester Bestandteil europäischer und nationaler Politik-Ansätze. Den gemeinschaftlichen Rahmen hierfür setzt das Förderprogramm Europäischer Integrationsfonds (EIF), das die Entwicklung nationaler Integrationsstrategien und Aktionspläne unterstützt.

Auf kommunaler Ebene haben bis zum heutigen Zeitpunkt viele Städte Integrationskonzepte für Personen mit Migrationshintergrund entwickelt. Diese Konzepte zielen überwiegend auf den Abbau von Defiziten auf Seiten der Zuwanderer, versperren dadurch aber den Blick auf Chancen und Potentiale einer von Vielfalt geprägten Stadtgesellschaft. Hier setzen kommunale Diversitätsstrategien an, die gesellschaftliche Vielfalt als Ressource für die Stadtentwicklung begreifen.

Während Diversität als Konzept in Großstädten zunehmend Eingang in den kommunalen Diskurs findet, hat sich der Perspektivenwechsel vom Defizit- zum Potentialansatz in kleinen und mittleren Städten bislang noch nicht vollzogen. Dabei eröffnet die Wertschätzung von Vielfalt  gerade für den ländlichen Raum neue Entwicklungsperspektiven.

 

Herausforderungen der Zukunft

Vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung sowie eines anhaltenden Bevölkerungsrückgangs insbesondere im ländlichen Raum und den daraus resultierenden wirtschaftlichen, sozialen und infrastrukturellen Folgen werden in Zukunft die Landkreise und ihre regionalen Zentren verstärkt in einen demographischen und ökonomischen Standortwettbewerb um junge Arbeitskräfte und Familien treten.

In diesem Zusammenhang stellt die potentialorientierte Förderung und Nutzung gesellschaftlicher Diversität insbesondere in Bezug auf Zuwanderer einen entscheidenden Faktor für eine zukunftsfähige und vorausschauende Entwicklungssteuerung kleinerer und mittelgroßer Städte dar.

Kommunale Diversitätspolitik ist eine Erfolgsgröße im Wettbewerb der Regionen: Sie verbessert die Lebensqualität aller Bürger, steigert die Attraktivität des Standorts, eröffnet neue ökonomische und soziale Perspektiven

 

Projekt DiverseCity

Das Projekt DiverseCity unterstützt sechs Klein- und Mittelstädte bei der Initiierung eines kommunalen Stadtentwicklungsprozesses, der gesellschaftliche Diversität als Querschnittsaufgabe der Kommunalplanung versteht. Im Blickpunkt steht die Verknüpfung von Diversity-Ansätzen mit den ökonomischen, sozialen, kulturellen und ökologischen Entwicklungsperspektiven der Gemeinden.

Im Projektverlauf werden neue Erkenntnisse zu spezifischen Rahmenbedingungen, Erfolgsfaktoren und Instrumenten für kleinere und mittlere Kommunen gewonnen. Aus den Praxiserfahrungen vor Ort wird abschließend ein übertragbares strategisches Modell für Klein- und Mittelstädte abgeleitet, das insbesondere junge Drittstaatsangehörige gezielt bewirbt und deren Potential für die integrierte Stadtentwicklung unter diversitätsorientierten Gesichtspunkten fokussiert. Als Bestandteil des Modellkonzeptes wird ein indikatorenbasiertes Monitoring- und Evaluationssystem entworfen. In diesem Rahmen werden Indikatoren und Standards für die Beobachtung und Kontrolle der Entwicklung und Umsetzung diversitätsorientierter Stadtentwicklungsstrategien sowie deren Bewertung identifiziert.

Projektergebnisse sind sowohl ein konkretes Stadtentwicklungskonzept für jede beteiligte Stadt als auch ein abstrahierter strategischer Leitfaden für eine zukunftsweisende integrative Stadtentwicklungsplanung in Klein- und Mittelstädten.