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News

03.07.2010 - Versmold

Alles nur ein Albtraum?

Die Hauptfigur des CJD-Theaterstücks glaubt, einen Mord begangen zu haben

Versmold (svm). Was passiert, wenn Träume (nicht) wahr werden, hat der Literaturkurs des CJD-Gymnasiums am Beispiel des arbeitslosen Versagers Michael Gray gezeigt. Ihm wird ein schlechter Traum zum Verhängnis. In der Hauptrolle glänzte an zwei Abenden Artur Friesen.

Es war eine gelungene Darbietung, die der Kurs mit dem selbst geschriebenen Stück »Post Mortem« am Mittwoch und Donnerstag auf die Bühne brachte. »Schon bei der Vorbereitung ist viel Blut geflossen: Herzblut. Alle Beteiligten haben sich unheimlich für dieses Projekt engagiert«, sagte Literaturlehrerin Stella Hahne vor Beginn des Kriminalstücks.

Im Fokus stand dabei der Börsenmakler Michael Gray, der aus heiterem Himmel seinen Job verliert. Von da an ertränkt er sich in Selbstmitleid und Alkohol. Doch das gefällt weder seiner Frau Laura (Janice Deppe) noch seinem besten Freund Johnny (Dennis Hauptvogel), die aber wiederum aneinander zunehmend Gefallen zu finden scheinen.
Nach einem gemeinsamen Abendessen ist Michael überzeugt, dass seine Frau eine Affäre mit seinem besten Freund hat. Ein Wahn, der ihm einen furchtbaren Traum beschert. In diesem ertappt er Laura und Johnny in flagranti und tötet seine Frau im Affekt. Am nächsten Morgen ist er überzeugt, die schreckliche Tat tatsächlich begangen zu haben. Ab diesem Zeitpunkt geht alles drunter und drüber. Die Zuschauer durften beobachten, wie die kleinsten Zwischenfälle den Ausgang einer Geschichte entscheidend beeinflussen können.

Es war eine überzeugende Teamleistung, angefangen bei den Schauspielern bis zu allen Helfern, die sich um Ton, Licht, Maske oder Bühnenbau kümmerten. 50 Schüler waren an dem Projekt beteiligt. Seit Anfang des Schuljahres haben sie an »Post Mortem« gearbeitet und letztlich dazu beigetragen, dass die Vorstellungen ein voller Erfolg wurden.
»Wir sind während der Arbeit an diesem Stück zusammengewachsen. Das war eine tolle Erfahrung«, erzählte ein glücklicher Artur Friesen nach der gelungenen Premiere. Auch die Pressebeauftragte Kathrin Blank freute sich über den Applaus und den Zuspruch der Zuschauer. »Wir haben hinter der Bühne schon gehört, dass alles wie geplant lief.«

 

Artikel vom 02.07.2010 aus dem Versmolder Anzeiger

 

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