Das CJD - Die Chancengeber CJD Versmold

Besuch aus der Gründerzeit

25.02.2020 CJD Versmold « zur Übersicht

Sein Jugenddorfpass trägt das Eintrittsdatum 17.11.1962. Diesen Schülerausweis, andere historische Dokumente und Bilder brachten Herr Wittenbreder und seine Ehefrau bei ihrem Besuch im CJD Versmold mit. Diese hatte er beim Aufräumen und Sortieren seiner Unterlagen gefunden und wollte diese Dinge dem Versmolder CJD übereignen. Auf der Durchreise vom Wohnort Nürnberg in den Urlaub machten die Eheleute in Versmold halt und trafen sich mit CJD Leiter Knud Schmidt.

Der aus Bielefeld stammende Uwe Wittenbreder konnte wegen einer komplizierten Hüft-OP und langen Krankenhausaufenthalten nach zwei Jahren ohne Schulbesuch 1962 nicht an sein ehemaliges Gymnasium zurückkehren. Daraufhin taten seine Eltern für ihren körperlich schwerbehinderten Sohn, der noch an Krücken gehen musste, die Jugenddorf Christophorusschule mit Internatsunterbringung in Versmold auf. Damit war er der erste Bewohner des Jugenddorfes. Allerdings noch nicht auf dem Gelände an der Ravensberger Straße, sondern in der Villa Westerfrölke in der Stadt gegenüber dem damaligen Amt Versmold. Das CJD Gymnasium war damals noch in der heutigen CJD Hauptschule am Hohlweg, Ecke Bielefelder Straße untergebracht.

Die Schule in Vermold besuchte er fünf Jahre bis 1967. Danach wechselte er wegen seines Wunschabiturfaches Latein an die CJD Christophorusschule in Altensteig/Baden-Württemberg, und erhielt dort 1970 sein Reifezeugnis.

Uwe Wittenbreder ist dankbar für seine Zeit in Versmold. Für ihn war es die Chance auf das Abitur und das spätere Studium. Das CJD war bereits damals inklusiv aufgestellt. Anhand der mitgebrachten digitalisierten Dias berichtete er mit Freude über das Leben in der Ville Westerfrölke und den Neubau der Internatsgebäude an der Ravensberger Straße.

Uwe Wittenbreder selbst hat Sozialpädagogik und Erziehungswissenschaften studiert und viele Jahre bei der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg gearbeitet. Zuständig war er da für die Integration schwerbehinderter Menschen in den Arbeitsmarkt.

Nach einem kurzweiligen und sehr interessanten Gespräch über die Anfänge des Jugenddorfes verabschiedeten sich die Wittenbreder und setzten ihre Reise an die Nordsee fort.

Die Dokumente und Dias nahm Knud Schmidt gerne entgegen und bedankte sich herzlich für den sehr freundlichen Besuch.