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Unterkunft für Geflüchtete in Beelen wird geschlossen

21.03.2019 CJD Versmold « zur Übersicht

In den vergangenen drei Jahren bot das Haus Isai eine Unterkunft für Geflüchtete. "Für die Jugendlichen ist es ihr neues Zuhause geworden", sagt Andrea Klare, die pädagogische Leiterin. In der Gemeinde hätten sich die Bewohner stets willkommen gefühlt. "Beelen ist auch zu ihrem Zuhause geworden", macht sie deutlich.

Die Dauer der Aufenthalte sei völlig unterschiedlich gewesen, erklärt Klare: "Manche sind nur ein paar Monate hier gewesen, andere wiederum die gesamten drei Jahre."

Die verbliebenen Jugendlichen in der Beelener Wohngruppe seien traurig, dass die Tage im Haus gezählt seien. "Aber der Weg für die Jugendlichen muss weitergehen", macht die Pädagogin deutlich.

Umzug in eine Wohnung

Derzeit leben in der Unterkunft drei junge Männer, sagt Klare: "Sie sind aber mittlerweile schon 18 Jahre alt, also volljährig." Zwei von ihnen besuchen das Berufskolleg in Warendorf. Der Dritte geht aktuell einer Orientierungsarbeit nach, erläutert die pädagogische Leiterin. "Diese Arbeit soll ihm dabei helfen, sich für einen späteren Berufsweg zu entscheiden." Davon profitiert haben zwischenzeitlich bis zu neun aus Afghanistan, Syrien, Pakistan und Ghana stammende 16- und 17-jährige Jugendliche, die zeitgleich in der Eintrichtung betreut wruden.

Mit dem 18. Lebensjahr endet die Jugendhilfe für die Minderjährigen. Es gibt alllerdings Ausnahmen, erklärt Klare: "§ 41 des Sozialgesetzbuches sieht eine Betreuung über die Volljährigkeit hinaus vor." Dies haben die verbliebenen Bewohner bisher in Anspruch genommen. Ende März ziehen die jungen Männer dann allerdings gemeinsam in eine Wohnung in Beelen.

Aus "Die Glocke" vom 21.3.2019